Mittwoch, 26. Januar 2011

Hoch hinaus

Lange bin ich im Karstadt immer wieder um die Girolle und die Schokoblöcke herumgeschlichen, nur um immer wieder mit leeren Händen nach Hause zu gehen, weil sie mir einfach zu teuer war. Ende letzten Jahres hat sich meine Schwester dann erbarmt und mir das Ding gekauft, unter der Bedingung, dass ich ihr damit eine besonders tolle Geburtstagstorte mache.


orange and pink flower cake



Um mich zu revangieren habe ich mich besonders hoch hinaus gewagt und eine zweistöckige Torte gemacht.

Weil Orange die Lieblingsfarbe meiner Schwester ist, habe ich mich für ein Design in Orange und Pink entschieden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Farbe der Blumen so passend zu der Farbe der Bänder hinkriege!


orange and pink flower cake



Einzig mit dem Ergebnis der Girolle war ich dann doch nicht so sehr zufrieden. Die Röllchen wurden viel zu klein und kompakt, nicht so locker und voluminös wie ich das gerne gehabt hätte. Eigentlich, nach meiner Planung, hätte die Spitze des Kuchens kuppelförmig sein sollen statt flach. Das muss ich wohl noch etwas üben.


orange and pink flower cake



Drinnen war, als leichtes Gegenstück zu der vielen Schokolade, eine Himbeer-Quark-Torte, die ganz fantastisch geschmeckt hat.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Silvestertorte

Nach einer Krankheits- und Unistress-bedingten Pause melde ich mich wieder zurück und präsentiere - endlich! - die Torte, die ich für eine kleine, private Silvesterparty gebacken habe.

Chocolate Bow Cake



Mir war absolut klar, dass ich für die Party eine Torte backen wollte, allerdings befand ich mich zu diesem Zeitpunkt in Berlin in einer Ferienwohnung, über 700 km entfernt von all meinen Werkzeugen, Speisefarben und Spezialzutaten. Es gab dort nichtmal ein Handrührgerät, also fielen Sahne oder Buttercreme als Verzierung flach.

Und dann kam mir die Idee mit den Mikado-Keksen. Einfach dicht an dicht um die Torte legen, und schon sieht es wundervoll elegant und gar nicht mehr auf die Schnelle zusammengewürfelt aus.

Chocolate Bow Cake


Nachdem ich in einem Laden die Zuckerperlen entdeckt habe, war auch das Farbschema für die Torte gegeben. Am liebsten wäre mir noch ein Band in dem selben Lila-Ton wie die Perlen gewesen, aber so etwas habe ich auf die Schnelle leider nicht gefunden.

Für die Schleife oben drauf habe ich auf Backpapier aus flüssiger Schokolade Schlaufen gemalt und einige davon mit Zuckerperlen bestreut. Den Spritzbeutel habe ich auch aus Backpapier improvisiert.

Chocolate Bow Cake


Das Zusammensetzen der Schleife war schwieriger, als ich gedacht hatte. Ich wollte die einzelnen Schlaufen einfach mit geschmolzener Schokolade aneinanderkleben. Dazu musste ich sie aber mit sehr viel zerrissenem und zerknülltem Küchenpapier abstürzen, sonst wäre alles in sich zusammengefallen. Ausserdem konnte ich die Stücke nur wenige Sekunden in den Fingern halten, bevor sie zu schmelzen anfingen. Zum Glück hatte die Wohnung einen Balkon, so dass ich die Schokolade zum Abkühlen raus in die Kälte stellen konnte.

Und falls noch jemand neugierig ist, was denn in der Torte drin ist: Da war ich ganz faul, es ist eine Backmischung ;)

Chocolate Bow Cake

Samstag, 25. Dezember 2010

Weihnachtliche Petit Fours

Aus dem Rest des Baumkuchens der letzten Tage wollte ich noch einmal etwas richtig weihnachtliches machen.

christmas petit fours


Und was passt da besser als die Farben Rot, Weiss und Grün?

christmas petit fours


Gleichzeitig gaben mir die filigranen Blüten auch die Gelegenheit, mein tolles neues Makro-Objektiv auszuprobieren.

Ich wünsche allen meinen Lesern noch weiterhin schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

christmas petit fours

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Baumkuchen Tutorial

Heute gibt's die verprochene Anleitung, mit der der Baumkuchen hoffentlich gelingt.



Zutaten:

  • 10 Eier (Größe L)
  • 280g Butter
  • 6 EL Cointreau oder Grand Marnier
  • Schale von 2 Orangen (oder zwei Packungen Orangenschalen von Dr.Oe)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 260g Zucker
  • 140g Mehl
  • 140g Stärkemehl


Vorbereitung:

Eier und Butter einige Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen, es ist wichtig, dass sie Zimmertemperatur haben.

Eine Form mit Backpapier auslegen. Der Teig reicht für einen 25x25 cm Backrahmen oder eine 28cm Springform, der Kuchen wird dann ca. 4 cm hoch.

Wichtig: das Backpapier muss eng am Rand der Form anliegen und darf nicht über den Teig hängen, sonst wird der Kuchen nicht gleichmäßig gebacken.



Und los geht's!

Die weiche Butter schön schaumig aufschlagen. Die Eier trennen und nach und nach die Eidotter zur Butter geben.

Beim Trennen der Eier am besten eine Tasse verwenden, in der jedes einzelne Eiklar aufgefangen wird, bevor es zu den anderen Eiklar gegeben wird. So sind nicht gleich alle verdorben, wenn doch einmal der Eidotter kaputt geht. Es darf nämlich auf keinen fall Eidotter zu den Eiklar geraten.



Wenn Butter und Eidotter gut vermischt sind, den Cointrau, die Orangenschalen und den Vanillinzucker dazugeben und untermixen. Wenn die Butter warm genug war, sollte dies eine homogene Masse ergeben. Wenn sie aussieht, als sei sie geronnen, ist das allerdings auch nicht besonders schlimm, man muss nur beim Untermischen des Eischnees später vorsichtiger sein. Dazu später mehr.

Die Eigelb-Masse in eine große(!) Schüssel geben - ich nehme immer eine große Salatschüssel, denn es wird wirklich sehr viel Teig.

Wenn zum Aufschlagen des Eischnees die selbe Schüssel verwendet werden soll wie für Butter und Eigelb, unbedingt die Schüssel gründlich auswaschen. Der Rand der Schüssel darf nicht mehr fettig sein.

Jetzt fängt der Spaß erst richtig an.

Die Eiklar mit dem Salz aufschlagen bis ein sehr steifer Schnee entsteht, dann den Zucker dazugeben und weiterschlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.

In einer dritten Schüssel Mehl und Stärkemehl vermischen.



Nun das Mehl und ein Drittel des Eischnees zur Eigelbmasse geben und alles gut verrühren. Es muss eine schön glatte Masse entstehen, damit sie sich später gut unter den Eischnee heben lässt. Lieber noch etwas mehr Eischnee dazugeben, wenn sie noch zu trocken erscheint. Vor allem wenn einem die Eigelbmasse vorher geronnen ist, muss man in diesem Schritt darauf achten, einen schön gleichmäßigen Teig zu bekommen

Auf dem folgenden Bild war der Teig zum Beispiel noch etwas zu fest, und ich habe noch etwas mehr Eischnee dazugegeben.



Nun den Rest des Eischnees unterheben. Für alle, die wie ich damit immer nur schlechte Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Teig vorher weich genug war, sollte das nun gar kein Problem mehr sein. Der Teig wird schön luftig und locker und fällt nicht in sich zusammen.

Und ab in den Backofen ...

Den Backofen auf Grillstufe einstellen. Kurz die leere Backform in den Ofen stellen, die erste Schicht lässt sich dann besser verteilen.



Eine große Schöpfkelle des Teiges in die Form geben und mit einem Löffel gleichmäßig verteilen. Beim Kontakt mit der heißen Form oder dem heißen Kuchen wird der Teig schön flüssig und lässt sich gut verteilen. Dann den Kuchen in den Ofen geben.

Wie lange der Kuchen im Ofen bleiben muss, müsst ihr für euch selbst herausfinden. Für mich waren es 3 Minuten, aber das ist ja von Ofen zu Ofen verschieden. Jedenfalls sollte der Teig oben leicht bräunlich werden, damit man später die Schichten gut sieht. (Eine Eieruhr ist hier sehr nützlich. Wer keine hat, dem sei web-eieruhr.de empfohlen - der Klingelton ist zwar nervig, aber sie tut ihren Dienst.)



Den letzten Schritt nun so oft wiederholen, bis der ganze Teig verbraucht ist. Für die Herstellung des Kuchens samt Backzeit sollte man ungefähr 2 Stunden einplanen.

Der fertige Kuchen hält sich im Kühlschrank einige Tage und lässt sich auch sehr gut einfrieren.



Für Baumkuchenspitzen den fertigen Kuchen in kleine Dreiecke schneiden und mit Schokolade überziehen. Alternativ kann man ihn auch einfach als Torte verziehren. Der Teig ist sehr saftig und braucht keine weitere Füllung. Ich persönlich mache daraus am liebsten Petit Fours:

Elegante Petit Fours
Weihnachtliche Baumkuchenwürfel

Sonntag, 19. Dezember 2010

Weihnachtliche Baumkuchenwürfel

Schon vor einigen Wochen wurde ich gebeten, das Dessert für ein Weihnachtsessen zu machen, und mit soviel Vorlaufzeit wollte ich dann etwas richtig aufwändiges machen.

Voilà:

Baumkuchen Squares



Drei Ladungen Baumkuchen musste ich dafür backen, und für die Stechpalmenblätter aus Blütenpaste habe ich ungefähr 8 Stunden gebraucht.

Baumkuchen Squares


Das Ergebnis waren 40 dieser Törtchen. Da Baumkuchen mit Schokoladenüberzug für ein Dessert doch relativ üppig ist, habe ich das ganze mit ein paar Orangenscheiben und einer mit Cointreau verfeinerten Orangen-Johannisbeer-Soße aufgelockert.

Baumkuchen Squares

Montag, 13. Dezember 2010

Kitsch für die Seele

Manchmal kann ich mir nicht anders helfen, dann muss ich einfach etwas backen. Backen ist für mich die beste Möglichkeit, abzuschalten, als Gegenpol zum Uni-Stress. Und diesmal sollte es etwas richtig zuckersüßes, kitschiges sein.

pink buttercream cake


Die Torte ist eine üppige Schokoladentorte mit noch üppigerer Buttercreme. Sie ist ziemlich klein, nur 20 cm Durchmesser, und trotzdem kann man immer nur ein sehr schmales Stück davon essen, weil mehr einfach zu viel wäre.

pink buttercream cake


Ähnliche Buttercreme-Rüschen habe ich in der letzten Woche auf mehreren meiner Lieblings-Blogs gesehen, im Original stammt die Idee von Martha Stewart.

pink buttercream cake

Elegante Petit Fours

Ich lese unglaublich gerne die Blogs anderer Tortenbäcker und Zuckerkünstler oder stöbere einfach nur nach Bildern von Torten, um mich davon inspierieren zu lassen. Eine große Inspiration ist für mich der Flickr-Stream von Rosey. Ihre eleganten, detaillierten Designs hauen mich immer wieder um, und natürlich wollte ich sowas sofort auch ausprobieren.

Petit Fours


Die Petit Fours sind Baumkuchen, und weil ich zur Zeit auch für ein anderes Projekt jede Menge Baumkuchen backen muss, mache ich demnächst vielleicht mal ein Tutorial. Ich fühle mich jedenfalls langsam wie ein Baumkuchen-Profi.

Petit Fours